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1000 mal moniert - 1000 mal ist nichts passiert

Kurz vor Redaktionsschluß fiel uns noch einmal das Rittersberger Abitur Flugblatt aus dem Jahre 1998 in die Hände. Beim Durchblättern fesselte der auf den Seiten 30/31 abgedruckte Artikel erneut unsere Aufmerksamkeit: Wie sehr hatten uns die Schilderung des Marc Sommerrock aus dem Herzen gesprochen, wie sehr hatten wir uns mit ihm geärgert und mit ihm mitgefühlt. Noch in Erinnerungen schwelgend, wurde kurzerhand beschlossen, den schon einmal veröffentlichten Artikel abzudrucken, um die Schilderungen zu bestätigen und um zu zeigen, daß Herr Doppler sich die "konstruktive Kritik" nicht "dringenst zu Herzen" genommen hat. Da wir alles selbst erlebt haben und uns ähnliche Schilderungen schon zu Unter- und Mittelstufenzeiten zum Kopfschütteln gebracht hatten, gehen wir davon aus, daß Herr Doppler nicht fähig ist, seinen "Unterricht" zu ändern.

Sollten nachfolgende Abiturjahrgänge dieselben Erfahrungen machen (wovon wir ausgehen), könnt ihr diesen Artikel aufgreifen und ihn nach unserem Vorbild entsprechend erweitern... Aber jetzt viel Spaß beim schmökern in der Vergangenheit (der Gegenwart, der Zukunft ?!).

Verbrechen am Schüler oder 1 Unterrichtsstunde bei Herrn Doppler !

Jeder Lehrer hat eine individuelle Vorstellung über die Gestaltung seines Unterrichts. Dabei sollte es ihm gelingen, die Schüler zum Lernen zu motivieren, sich am Unterricht zu beteiligen und ihn aktiv mitzugestalten. Jeder Lehrer erreicht dies auch auf die eine oder andere Art und Weise.Jeder Lehrer ???Nein, nicht jeder ! Einem Lehrer gelingt es, innerhalb von wenigen Minuten die Schüler zur absoluten Verzweiflung zu bringen. Schließlich kommt es nicht von ungefähr, daß er seinen Erdkunde- Leistungskurs aufgrund seines unzumutbaren Unterrichts abgeben mußte, da sich der gesamte Kurs über seine fürchterlichen Lehrmethoden aufregte und beschwerte.Daß Herr Doppler immer noch den Rekord der meisten "Äh...,äh...,ähs..." innerhalb einer Dreiviertelstunde hält, ist unumstritten und dürfte den meisten Schülern bereits bekannt sein. Doch viel schlimmer als diese "nervende Macke" ist die Tatsache, daß er drei Sätze beginnt, bevor er einen beendet und dabei vergißt er meist, was er dem Schüler ursprünglich vermitteln wollte. Dies führt nicht nur unweigerlich zu absoluten Verständnisschwierigkeiten, welche den Schülern Kopfschmerzen bereiten, sondern auch zu manchen Mißverständnissen.Eine typische Unterrichtsstunde besteht darin, daß Herr Doppler 45 Minuten einen Monolog hält, der durch seine rhetorische Inkompetenz brilliert und somit die Motivation und jegliches Interesse vernichtet.Normalerweise liest Herr Doppler einen Artikel vor und fordert den Kurs auf, ihn bei Unklarheiten zu unterbrechen. Leider kommt es jedesmal vor, daß Herr Doppler nach jedem dritten Satz sich selbst unterbricht und durch seine Ausführungen die Hoffnungslosigkeit seines Unterrichts dem Schüler sehr gut verdeutlicht.Zu diesem schrecklichen, monotonen Unterricht kommt hinzu, daß der Schüler keinerlei Partizipationsmöglichkeiten hat, da wenn überhaupt höchstens eine Wortmeldung pro Stunde zugelassen wird, bei der der Schüler nicht mal ausreden darf. Daraus resultiert die Frage, wie dieser Mann Noten machen kann, wenn er keine mündliche Beteiligung zuläßt. Natürlich muß ein Test geschrieben werden, um die mündliche Note feststellen zu könne. Leider ergibt die Testnote auch die Quartalsnote, da man sich mündlich ja nicht beteiligen kann, was vielen mündlichen aktiven Schülern ihre Note verschlechtert hat.Ich möchte Herrn Doppler keinesfalls die fachliche Kompetenz absprechen, jedoch muß man als Schüler manchmal daran zweifeln.Beispielsweise versuchte er einmal in einer vollen Unterrichtsstunde den Begriff "Teufelskreis" Oberstufenschülern der 13. Klasse (!) zu erklären. Im Geschichtsunterricht befaßten wir uns zwei ganze Stunden mit den Begriffen "Kontinuität" und "Diskontinuität". Sehr oft fühlten wir uns als Oberstufenschüler in seinem "Unterricht" ziemlich unterfordert.Jeder Schüler, der von Herrn Doppler in seiner Schullaufbahn "unterrichtet" werden mußte, kennt diesen Satz: "Wenn es ein Problem gibt, dann tragt es mir vor. Mit mir kann man reden". Tatsache ist leider, man kann es absolut nicht. Sogar als sich die Klasse nach Korrektur eines Testes kollektiv bei Herrn Doppler beschwerte, stieß dies nur auf absolutes Unverständnis und bewirkte im Endeffekt nichts. Nicht umsonst mußte er seinen Erdkunde- Leistungskurs abgeben, denn ohne Schülerbeteiligung, Kommunikationsbereitschaft und Verständnis für Schüler ist Unterricht überhaupt nicht möglich, sogar undenkbar. Allein aus den Erfahrungen, die Herr Doppler mit diesem Abiturjahrgang 1998 gesammelt hat, sollte er dringend lernen, um weiteren Konflikten aus dem Weg zu gehen und Schülern das Interesse an Erdkunde und Geschichte nicht zu vernichten.

Anmerkung des Autors:

Dieser Artikel soll keinesfalls eine Diffamierung darstellen, sondern vielmehr eine konstruktive Kritik, die sich Herr Doppler dringenst zu Herzen nehmen sollte.

© Nille 1998: Marc Sommerrock