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Operation "Schneesturm"
oder
wie Christian und Julia nach Werbekunden gesucht haben


Es war ein düsterer Nachmittag im Dezember 1998 gegen drei Uhr. Ein Schneesturm tobte, kaum ein lebendiges Wesen, das noch einigermaßen bei Verstand war, befand sich bei diesem Wetter draußen.
An der Ecke des D2-Ladens jedoch stand eine finstere Gestalt, eingehüllt in eine schwarze Jacke und einen riesigen Schal und schaute unruhig mal in die eine, mal in die andere Richtung. Schließlich erblickte sie in der Ferne eine weitere Gestalt in einer leuchtendgelben Jacke, die sich ihr schnell näherte. "Tschuldigung daß ich zu spät bin", sagte die Gestalt in der gelben Jacke, nennen wir sie der Einfachheit halber C.B., seines Zeichens Großmeister des Layouts (Aha! die Red.)und der
Textverarbeitung einer geheimen Organisation.
Auch die andere Gestalt, nennen wir sie einfach J.T., gehörte dieser Organisation an, die unter dem Decknamen "ABI-Zeitung 99" im Untergrund des Rittersberg operierte, und verwaltete die gesamten, fast unüberschaubaren finanziellen Mittel.
Beide hatten sich nun zusammengefunden, um einen äußerst geheimen und gefährlichen Auftrag auszuführen - Werbekunden besorgen - und beide waren bestens präpariert: Spezialagent CB hatte die Werbeverträge und einen Kuli dabei, Spezialagentin JT die Kopien und eine geladene Magnum, und so machten sich beide in der klirrenden Kälte auf ihren Feldzug.
Wegen eben dieser klirrenden Kälte war auch der D2-Laden die erste Anlaufstation - und auch der erste Mißerfolg. Noch mehr Menschen hatten hier Zuflucht vor der Kälte gesucht und beschäftigten nun unter dem fadenscheinigen Grund, ein Handy kaufen zu wollen, alle verfügbaren Verkäufer.
Ein wenig verstimmt machten sich die beiden Agenten wieder auf den Weg. Geschäft für Geschäft arbeiteten sie sich tiefer und tiefer in die Stadt hinein. Doch noch mehr Unwägbarkeiten sollten ihnen begegnen...
Eine Epidemie schien in der Stadt um sich zu greifen, gefährlich und unaufhaltsam und sie schien sich nur auf die Besitzer von Geschäften zu konzentrieren, denn alle Chefs waren weg, wenn die Agenten nach ihnen fragten, um Werbeverträge mit ihnen abzuschließen.
Betroffen von diesen grausamen Nachrichten folgten die Agenten jedoch mit unverminderter Anstrengung ihrer Mission.
Als man ihnen in einem Geschäft jedoch versicherte, sie seien vor einer Woche schon einmal dagewesen und man hätte schon längst einen Vertrag abgeschlossen (obwohl die Agenten erst an diesem Tag ihre Operation begonnen hatten), begannen Spezialagent C und Spezialagentin J langsam, an eine Verschwörung zu glauben - oder an einen Riß im Raum-Zeit-Kontinuum, was jedoch sehr unwahrscheinlich war.
Entmutigt beschlossen sie, ihre geheime Zentrale in der Stadt aufzusuchen, welche geschickterweise passend zur Zeit als Glühweinstand auf dem Weihnachtsmarkt getarnt war.
Aufgewärmt und mit neuer Hoffnung begaben sich die Agenten nach einer Weile wieder auf den Weg.
Doch der nächste Rückschlag wartete schon auf sie. Gerade als sie sich durch den Schnee in die Altstadt wühlen wollten, bemerkte Spezialagent C: "Mein Kuli iss’ weg!"
Mit einem Hindernis wie diesem hatte keiner der beiden Agenten gerechnet. Jahrelanges Training und unzählige Missionen hatten sie nicht auf ein Problem dieser Größenordnung vorbereitet. Doch Spezialagent C faßte sich todesmutig ein Herz, betrat das zuletzt besuchte Geschäft und forderte sein Eigentum zurück.
Mit wieder kompletter Ausrüstung stand der Fortführung der Operation nichts mehr im Weg und auch der Einbruch der Nacht konnte den beiden Spezialagenten keine Angst einjagen. So wurden noch viele Geschäfte heimgesucht.
Müde und hungrig wußten die beiden Agenten an diesem Abend, daß dies zwar noch nicht das Ende ihres Auftrags gewesen war, aber dennoch waren sie äußerst zufrieden.
Wir bedanken uns bei allen unseren Werbepartnern und bei Herrn Zöller für Cola und Kekse.

Julia T.